Vikos und die Vikos-Schlucht

Zu den Orten, an die wir auf jeden Fall irgendwann noch einmal zurückkommen werden, gehört die Vikos-Schlucht. Landschaftlich beeindruckend und körperlich nicht so anspruchsvoll wie die Lousios-Schlucht (unserem Empfinden nach, aber vielleicht waren wir auch einfach nur fitter) können wir die Wanderung durch die Vikos-Schlucht wärmstens weiterempfehlen. Aber auch das Örtchen Vikos, auch wenn es (zumindest auf den ersten Blick) nicht viel mehr zu bieten hat als zwei Restaurants, eine Kirche und ein paar Häuser, ist einen Besuch wert:

Der Parkplatz vor der Kirche ist der Traum eines jeden Stellplatzsuchers. Gepflastert mit großen Steinplatten, ruhig gelegen, beschattet von großen Bäumen (zwischen denen sich auch eine Hängematte spannen lässt), mit traumhafter Aussicht und einer kleinen Frischwasserquelle. Der Platz ist geeignet für Fahrzeuge aller Art, man muss nur die engen Bergstraßen nach oben kommen. Platz zum Wenden ist genug da. Ein Zelt lässt sich leider nicht verankern. Aber in der Ruhigen Umgebung kann man auch sehr gut unter freiem Himmel schlafen. Toiletten gibt es nur in den Restaurants aber bei höflicher Nachfrage und eventuell einem kleinen Trinkgeld, kann man sie während der Öffnungszeiten mitbenutzen.

Vikos

Machen kann man in Vikos selbst nicht viel, außer die traumhafte Aussicht genießen, Essen gehen und frische Bergluft atmen. Aber genau die Ruhe ist es, die den Reiz ausmacht. Ach ja, und man kann durch die Vikos-Schlucht wandern:

Die Vikos-Schlucht ist einzigartig in Europa. Hier hat sich der Fluss bis zu einem Kilometer tief in den Fels gegraben. Die senkrechen Felswände ziehen sich auf eine Länge von fast 10 km hin. Der Fluss selbst fließt tief unten im Tal zwischen gigantischen, rundgeschliffenen Flusssteinen, Kiefern und Buchen. Sowohl von Oben als auch aus der Schlucht selbst ist traumhaft märchenhaft.

Der rund siebenstündige Weg führt von Monodendri, durch die Schlucht nach Vikos oder weiter nach Papingo. Oder umgekehrt. Wir starteten in Vikos und folgten dem Wanderweg in Richtung Mododendri. Der Weg beginnt in Vikos an der Straße, die ins Tal führt, ein Stückchen unterhalb der beiden Restaurants. Von dort aus führt ein Pfad etwa eine halbe Stunde hinunter in die Schlucht. Von Oben ist ein türkiesblauer Bergsee zu sehen, der perfekt zum Baden geeignet ist. Unten in der Schlucht angekommen führt ein Pfad nach links zu einer Quelle und einer alten Kirche. Folgt man diesem Weg, kommt man nach ca. 15 min zu dem traumhaften See. Leider konnten wir nicht darin baden, denn auf dem Hinweg waren wir noch zu motiviert, um nach einer dreiviertel Stunde schon Pause zu machen und auf dem Rückweg gewitterte es… (Einer der Gründe warum wir unbedingt nochmal zurückwollen). Folgt man dem eigentlichen Weg ohne Seitensprünge, so führt dieser recht wenig anspruchsvoll unten am Flussbett entlang. Natürlich gibt es kleinere Aufs und Abs aber die Höhenmeter halten sich sehr in Grenzen. Kein Vergleich zur Lousios-Schlucht.

Etwa nach einem Drittel der Strecke ist linkerhand des Weges eine Quelle mit sehr guter Trinkwasserqualität. Hier kann man seine Flaschen nochmal auffüllen oder im kühlen Schatten Pause machen. Allgemein ist es in der Schlucht Recht kühl. Aufgrund der steilen, hohen Felswände lässt sich die Sonne erst mittags blicken. Zudem führt der Weg unter Kiefern und Buchen entlang. So läuft man auch um die Mittagszeit meistens im Schatten.

Der Aufstieg nach Monodendri führt über eine Treppe. Über die können wir jedoch nicht viel sagen, denn wir sind, anstatt aufzusteigen, einfach noch ein bisschen im Flussbett geblieben und haben auf einem der großen Steine Pause gemacht, bis die Sonne uns vertrieben hat. So konnten wir am selben Tag noch zurück nach Vikos laufen. Insgesamt waren wir so acht Stunden unterwegs.

Anstatt den gleichen Weg zurück zu laufen kann man sich auch ein Taxi zurück nach Vikos nehmen, oder umgekehrt. Alternativ gibt es in Vikos sowie in Monodendri Pensionen mit traumhafter Aussicht, in denen man sehr gut für eine Nacht bleiben kann. Einige bieten sogar einen Abholdienst an. Der Treffpunkt für diesen ist in Vikos direkt am Einstieg des Wanderweges. Dort findet sich auch eine Karte. Bei weiteren Nachfragen sind die Besitzer der Restaurants gerne behilflich.

Der Vikos-Aoos Nationalpark hat jedoch noch mehr zu bieten als eine Wanderung durch die Vikos-Schlucht. Der Ausblick von Oxia, einem Felsbalkon bei Monodendri ist spektakulär. In der Nähe von Konitsa führt eine alte Steinbogenbrücke über den Fluss. Zu guter Letzt gibt es auch noch etwas für andere Sportarten zu bieten: In der Schlucht des Aoos kann man sehr gut Wildwasserkanufahren und Raften. In Konitsa können im Sommer auch Kanus gemietet werden.

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