Reiseapotheke für zwei Monate Trekking in Nepal

Ja, das mit der Reiseapotheke ist so eine Sache… Einerseits will man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, andererseits muss man alles tragen was man mitnimmt. Aber was sollte man denn eigentlich unbedingt mitnehmen und was ist vergebliche Liebesmühe? Dafür gibt es keine pauschale Antwort. Denn jeder muss seine eigenen Bedürfnisse kennen und seine Apotheke dementsprechend darauf abstimmen. Genau das habe ich bei unserer Reiseapotheke versucht. Deshalb sieht sie womöglich ganz anders aus als beispielsweise die im Reiseführer.

Zunächst Mal die „Standardsachen“ die wohl jeder brauchen wird:

  • Asperin
  • Ibuprofen
  • Blasenpflaster
  • Magnesium bei Muskelkater
  • Pflaster
  • Jodsalbe
  • Ein Minimum an Verbandszeug
  • Selbstklebender Verband (die sind sehr gut zum Schienen für beispielsweise einen umgeknickten Knöchel)
  • Tabletten zum Reinigen von Wasser (die gehören womöglich nicht direkt mit hierher, ich habe sie aber zur Medizin-Tasche gepackt 😉)

Den Rest der Apotheke haben wir an unsere Bedürfnisse und Ängste angepasst. Meine beiden Reisegefährten sind, sagen wir mal, sehr robust. Ich dagegen sammele alles ein was man so kriegen kann. Ganz besonders diverse üble Magen-Darm-Erkrankungen, die niemand haben will, geschweige denn gebrauchen kann.

Dementsprechend auch die restlichen Medikamente:

  • Tabletten gegen Erbrechen
  • Eine Injektionslösung gegen Erbrechen, falls man die Tablette nicht lange genug bei sich behalten kann (was jetzt nicht allzu unwahrscheinlich ist)
  • Dementsprechend Spritzen und Kanülen
  • Tabletten gegen Durchfall
  • Ein Breitbandantibiotikum das gegen einen großen Teil der Magen-Darm-Erreger wirksam ist
  • Braunülen (steril verpackt, für Notfälle)
  • Ein starkes, verschreibungspflichtiges Schmerzmittel ebenfalls für Notfälle

Das Breitbandantibiotikum ist insofern wichtig, da Antibiotika in Nepal nicht verschreibungspflichtig sind. Daher gibt es aber auch leider viele Resistenzen und keine Möglichkeit einen Resistenztest zu machen. Natürlich kann man sich das Antibiotikum auch einfach in einer Apotheke in Kathmandu zu Beginn seine Reise kaufen (ebenso wie das Schmerzmittel und alle anderen verschreibungspflichtigen Medikamente). Ich hatte jedoch ein besseres Gefühl dabei, eines von zu Hause, mit deutscher Packungsbeilage mitzunehmen.

Die Braunülen sind für den Worst Case gedacht: Falls einer von uns, aufgrund einer Durchfallerkrankung, so stark dehydriert, dass es gefährlich wird, dann können wir uns gegenseitig eine Infusion legen, ohne in ein Krankenhaus zu müssen. Ursprünglich hatten wir noch eine Flasche Ringer-Lösung eingepackt, die ist jedoch aus gewichttechnischen Gründen wieder rausgeflogen. Aber es sollte ja möglich sein in einer Apotheke eine Flasche Ringer- oder Kochsalzlösung aufzutreiben. Falls man das nicht als so dramatisch erachtet wie wir, aber trotzdem sicher gehen will, dann kann man mal in der Apotheke vorbei schauen. Dort gibt es, genau für so einen Fall auch Elektrolyte zum einnehmen.

Trotzdem gilt bei allem natürlich: je mehr man umsonst mitgeschleppt hat, desto besser!

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