Das Holi-Festival in Kathmandu

Das Holi Festival, auch bekannt als das Fest der Farben wird in Indien und Nepal gefeiert. Bei dem uralten hinduistischen Fest feiern alle den Ende des Winters bzw. den baldigen Beginn der Monsunzeit. Vor allem der zweite Tag des mehrtägigen Festes ist am aufregendsten und am bekanntesten. Dann sind die Straßen Kathmandus voll mit Leuten, die sich gegenseitig mit Farbpulver und Wasser bewerfen.

Traditionell tragen die Leute weiß. In den Tagen vorher gibt es überall in den Straßen weiße T-Shirts mit der Aufschrift „Happy Holi“ zu kaufen. Alternativ tun es aber auch alte Klamotten. Halt etwas, was man jetzt nicht unbedingt nochmal braucht, denn manche Farben gehen nichtmal mehr von der Haut wieder ab, geschweige denn von dem Stoff.

Die besten Orte um Holi zu erleben ist in Thamel, in der Altstadt Richtung Durbar Platz und natürlich am Durbar Platz selbst. Normalerweise finden dort auch Konzerte statt, dieses Jahr wurde das Holi-Festival jedoch aufgrund des Coronavirus abgesagt. Das hat aber keineswegs die Erwachsenen davon abgehalten in den Innenhöfen zu Feiern und die jungen Leute waren vom Durbar Platz nicht fernzuhalten.

Man ist nirgends sicher! Morgens im Hotel beim Frühstück ging es schon los. Blöd nur dass ich meine Sachen, die ich extra für Holi gekauft hatte noch nicht abgezogen hatte. Also hatte ich doch am Ende des Tages zwei T-Shirts bunt. Also schnell das Andere angezogen, bevor noch mehr passieren kann.

Auf den Straßen ging es erstmal nur langsam los. Ein paar Kinder warteten schon am Eingang der Gasse um uns mit Farbe und Wasserbomben zu bewerfen, aber sonst war alles ruhig. Erst ab Thamel-Mitte kamen uns die ersten Jugendlichen entgegen. Man schmiert sich gegenseitig Farbe auf die Wangen und wünscht sich „Happy Holi“.

Zimperlich darf man auf jeden Fall nicht sein und Berührungsängste sind hier total fehl am Platz. Vor allem als Tourist ist man eine besondere Zielscheibe. Jeder will einem Farbe ins Gesicht schmieren, manche umarmen einen und manche sind dabei nicht gerade vorsichtig (vor allem der männliche, angetrunken Teil der Bevölkerung).

Aber die Gefahr kommt auch von Oben. Überall werden Wasserbomben und zum Teil ganze Kübel mit Wasser aus den Fenstern gekippt. Kinder stehen mit Wasserpistolen an den Kreuzungen und die Wasser/Farbbomben lauern überall. Kameras, Handys und generell alles was nicht nass oder bunt werden soll, muss gut eingepackt werden.

Außerdem muss man, vor allem am Durbar Platz damit rechnen als Fotomotiv für Selfies hertzuhalten. Vor allem wenn eine rothaarige mit einem Riesen und einem Rastamann unterwegs ist.

Es ist ein riesen Spektakel. Alle sind gut gelaunt, schreien rum und spielen mit den Farben. Generell erinnert es mich an unser Fasching. Und die Gute Laune steckt an. Außerdem macht es so richtig Spaß sich gegenseitig mit Farben zu bewerfen ohne dass es wichtig ist, wie schmutzig bzw. bunt man am Ende ist.

Apropos Farben: Die gibt es an jeder Ecke in großen und kleinen Beuteln oder auch lose zu kaufen. Man braucht also keine Angst zu haben, dass einem die Farbe ausgehen könnte.

Nur für das Duschen sollte man sich Zeit nehmen. Leider sind die Farben zumeist nicht mehr auf natürlicher Basis und damit zum Teil auch von der Haut nicht mehr wegzubekommen. Desshalb sollte man auch aufpassen, dass man den Mund weitestgehend geschlossen hält. Die Farbe landet wirklich ÜBERALL.

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